Drei Liter Haus

Energiesparen ist nicht nur seit der Atomkatastrophe in Japan überall Gesprächsthema. Auch die regelmäßige Erhöhung der Energiepreise in Deutschland hat zu einer solchen Diskussion geführt.

Eine Möglichkeit, Wärme- und Heizungsenergie zu sparen, ist der Bau wärmegedämmter Häuser. Hierunter versteht man Aktiv- und Passivhäuser, aber auch das Drei Liter Haus. Dieses ist die Weiterentwicklung des Energiesparhauses bis hin zur Minimalisierung des Primärenergieverbrauches.

Bei dieser Art des Energiesparens werden Häuser gebaut, die pro m² Nutzfläche einen maximalen Verbrauch an Primärenergie von 30 KWh für die Beheizung haben. Diese 30 KWh entsprechen etwa der Energiemenge, die aus drei Liter Heizöl gewonnen werden können. Die drei Liter werden also pro m² Nutzfläche benötigt.

Wichtig bei diesen Angaben ist die Tatsache, dass es sich wirklich nur um einen Quadratmeter handelt und nicht etwa ein ganzes Haus. Dennoch ist dieser Wert enorm gut und energiesparend.

Nahezu der Standard eines Passivhauses

Ein Passivhaus verbraucht gar keine zusätzliche Energie zum Heizen. Es werden dafür ausschließlich Energien verwendet, die im Haus anfallen. Etwa die Abwärme der Atemluft, des Trockners usw.

Das Drei Liter Haus kommt da nahe heran, aber eben nicht ganz. Dafür ist es auch nicht so gedämmt und deutlich behaglicher. Denn frische Luft und Luftaustausch sind nicht so drastisch beschränkt.Es ist klar, dass die Größe der Nutzfläche, die verwendeten Baumaterialien, der Grundriss und die Bauweise für die Funktion des Drei Liter Hauses als Energiesparmodell entscheidend sind.

Hier sind vor allem der Architekt und die Baufirma gefragt. Wer sich für diese Art von Haus entscheidet, wird die ggf. höheren Kosten schnell zu schätzen wissen bzw. einsparen.






 
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